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ASB-Tagespflege "Im Alten Bahnhof"

Die Tagespflege des Arbeiter-Samariter-Bundes liegt nahe des Zentrums von Hochneukirch in einem gemischt bebauten Gebiet im komplett sanierten und renovierten Gebäude des ehemaligen Bahnhofs von Hochneukirch. Sie ist Teil der neu errichteten Seniorenwohnanlage, die 2012 rund um das Gelände des alten Bahnhofs entstanden ist.

Die Räume der Tagespflege befinden sich im Erdgeschoss des historischen Bahnhofsgebäudes. Hier bietet der ASB auf 250 Quadratmetern eine komplett barrierefreie (für Rollstühle- und Rolatoren geeignete), moderne und trotzdem gemütliche Tagespflegeeinrichtung. Insgesamt werden hier nie mehr als 13 Tagespflegegäste gleichzeitig betreut, so dass die Einrichtung dadurch einen familiären Charakter erhält. Gleichzeitig wird eine persönliche, individuelle Betreuung garantiert.


Tagespflege Juechen Bahnhof   

Die Geschichte des alten Bahnhofs Jüchen-Hochneukirch

Im Jahre 1873 erhielt Hochneukirch eine Schienenanbindung, welches die aufstrebende Textilindustrie beflügelte. Dies wurde seinerzeit erst durch den persönlichen Einsatz des Fabrikante Peter Busch und des Pastors Martin Köllen möglich. Zum Dank für ihren Einsatz ehrte Hochneukirch Peter Busch und Martin Köllen, indem die Straßen links und rechts vom Bahnhof ihre Namen erhielten.
Der erste Zug der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft fuhr von Mönchengladbach über Jülich nach Eschweiler-Aue. 1911 wurde eine Eisenbahnbrücke zwischen Hochneukirch und Hackhausen gebaut, die zunächst 1967 erhöht und dann 1988 durch eine Stahlbetonbrücke ersetzt wurde. 1980 wurde der Personenverkehr auf der Strecke nach Stolberg eingestellt und die Gleise der Strecke nach Jülich zurückgebaut. Heute gibt es noch zwei Gleise nach Mönchengladbach und Köln.


   

Wie ein zweites Zuhause

Tagespflege Juechen EssenZum Wohl der Pflegegäste stehen elektrische Pflegebetten und Ruhesessel für die Mittagsruhe zur Verfügung. Je nach Bedarf können sich die Gäste im Ruheraum, im Therapieraum oder im Gemeinschaftsraum entspannen. Durch die Nutzung des ASB-Hausnotrufsystems kann jeder Gast schnell und an jedem Ort Hilfe herbeirufen, wenn sie benötigt wird.

Der Gartenbereich im hinteren Teil der Tagespflege bietet die Möglichkeit zur Entspannung im Freien. Pflegegästen, die gerne Gartenarbeit betreiben, stehen dazu mehrere Hochbeete zu Verfügung. Die umzäunte Terasse bietet sich für Freiluftgymnastik ebenso an wie für Grillfeste.

In der offenen Küche der Tagespflege werden nicht nur die täglichen Speisen zubereitet. Gerne können sich alle Gäste am Kochen und Backen beteiligen. Dies hilft, die persönlichen Fähigkeiten zu erhalten oder zu reaktivieren. Gleichzeitig bleiben bekannte Tagesabläufe erhalten.

   

Gemeinsame Planung der Aktivitäten

Der Wochenplan wird durch das Pflegepersonal zusammen mit den Gästen der Tagespflege entwickelt. Persönliche Vorlieben, Interessen und auch Fähigkeiten der Pflegegäste werden dabei soweit wie möglich berücksichtigt. Die Biographie der Gäste dient als Ausgangspunkt für die Planung von individuellen Angeboten oder Gruppenaktivitäten. Der Plan soll den Pflegegästen sowie ihren Angehörigen darüber hinaus auch als Orientierungshilfe dienen.

Selbstverständlich wird die Planung der Tagesaktivitäten zunächst an die psychiologischen und medizinischen Bedürfnisse der Pflegegäste angepasst. Hierbei werden sowohl der pflegerische Ansatz der ASB-Tagespflege als auch die Erfahrung des Pflegefachpersonals mit einbezogen.

   

Im Mittelpunkt steht immer der Pflegegast

Spaziergänge, ein Museumsbesuch, Einkaufen in der Gruppe – all das sind Aktivitäten, die mit dazu beitragen, den Lebensabschnitt in der Tagespflege als positiv und sinnvoll anzusehen. Oft rückt dadurch auch das persönliche Krankheitsempfinden in den Hintergrund.

Die Pflegegäste sollen sich in der Tagespflege des ASB wohlfühlen. Dazu gehört, neben der entsprechenden Betreuung und Pflege, auch ein Tagesprogramm, das überschaubare und wiederkehrende Abläufe beinhaltet, dabei aber auch interessante Abwechslung bietet. Dadurch können körperliche und geistige Fähigkeiten der Gäste erhalten oder reaktiviert werden. Gleichzeitig werden Tagesabläufe, wie sie den Gästen seit Jahren bekannt und vertraut sind, in das tägliche Programm eingebaut: die Zeitung am Morgen, die Zubereitung des Mittagessens oder die Gartenarbeit am Nachmittag. Jeder kann nach eigenem Interesse mitwirken.

   

Für wen ist die Tagespflege geeignet?

Die Tagespflege richtet sich mit ihrem Angebot an psychisch und/oder somatisch, chronisch kranke, ältere Menschen, die fortdauernd Hilfe oder Zuwendung benötigen. Einerseits können sie nicht mehr adäquat von den ambulanten Diensten versorgt werden, andererseits ist ein Heimaufenthalt aber noch nicht nötig oder stellt eine Überversorgung dar.

Zur Zielgruppe gehören insbesondere transportfähige ältere Menschen,

  • die aufgrund geistiger Verwirrung desorientiert sind (senile Demenz, Alzheimer).
  • mit endogenen Psychosen und psychoreaktiven Veränderungen (Depression, Antriebsarmut).
  • die nach Krankenhausaufenthalt der Rehabilitation aktivierender Pflege und therapeutischer Angebote bedürfen.
  • die ohne das Angebot der Tagespflege eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes erfahren würden (Statuserhalt).

Zur Aufnahme in die Tagespflege ist es wichtig, dass die Persönlichkeit des Pflegegastes es zulässt, dass eine Integration in eine Bezugsgruppe möglich wird. Eine weitere Voraussetzung für eine Aufnahme ist auch, dass der Pflegegast so transportfähig ist, dass eine Beförderung im Behindertenfahrzeug oder mit dem Taxi problemlos möglich ist.

Ein Besuch der Tagespflege ist nach Konzeption des ASB sinnvoll– und wird auch nur dann vom Sozialamt als notwendig angesehen und gefördert –, wenn er zumindest an drei Tagen pro Woche stattfindet. Dies ermöglicht eine Integration des Gastes bei positiver Rollenfindung in eine überschaubare Gruppe. Im Einzelfall – zum Beispiel zur Eingewöhnung – ist es aber durchaus möglich, die Tagespflege zuerst nur an einem oder zwei Tagen in der Woche zu besuchen.

    

Leistungsgrenzen der Tagespflege

Nach außen hin sind der Tagespflege – neben der Transportfähigkeit – dort Grenzen gesetzt, wo Pflege, Betreuung und Beaufsichtigung durch das Pflegepersonal aufgrund der Schwere der Erkrankung oder Behinderung nicht ausreichend sichergestellt werden kann.

Zusätzliche Grenzen werden der Tagespflege durch die Persönlichkeit des Nutzers als auch durch die Toleranzgrenze der Gruppe gesetzt. Bei der Aufnahme werden sowohl die Interessen und Möglichkeiten der zu integrierenden Person als auch die der Gruppe beachtet.

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